Letzte Aktualisierung: 08. Mai 2006


AUFENAU

Kirchen


Katholische Pfarrkirche
zur schmerzhaften Muttergottes
Evangelische Pfarrkirche
Martin-Luther-Kirche
Bilder zum Vergrößern anklicken Mit der Fertigstellung (1967) der Martin-Luther-Kirche fand das Aufenauer Simultaneum, nach dem die Christen beider Konfessionen seit 1683 ihren Gottesdienst in der gleichen Kirche abhielten, sein Ende.
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1978
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weitere Bilder unter
 www.bildindex.de (Orte)
Die neuen Glocken sind da
24.April 1958
(Fotos: Korn)
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Gefühle hörbar gemacht
Konzert in Aufenau im Gedenken an Manfred Hermann

Quelle: Gelnhäuser Neue Zeitung; Montag, 31. Oktobert 2005
In einer voll besetzten evangelischen Kirche in Aufenau erlebten die Zuhörer am Freitagabend (29.10.2005) ein zweistündiges buntes Potpourri ausgesuchter jiddischer Folklore-Musik. Zur Erinnerung an den in diesem Sommer verstorbenen Aufenauer Manfred Hermann wurde das Konzert veranstaltet. Pfarrer Matthias Fischer erzählt: "Von Gerd Warnken, der sowohl Gemeindemitglied als auch Musiker des 'Klezmer Freilach Ensemble Bad Orb' ist, erhielt ich einen Anruf, mit der Bitte um; dieses Konzert. Ich habe sofort zugestimmt." Ensemble-Mitglied Warnken erläuterte genauer, wie es zu diesem besonderen Konzert kam: "Manfred Hermann war ein großer Anhänger der jiddischen Folklore-Musik und ein Freund unseres Ensembles. Leider konnten wir nicht an seiner Beerdigung teilnehmen,"
Doch war es letztendlich diesem schicksalhaften Umstand zu verdanken, dass die Gruppe auf die Idee mit dem Konzert kam, berichtete Warnken weiter. Armin Engel, Gitarrist des Ensembles, moderierte mit treffenden Erklärungen und Kommentaren zwischen den einzelnen Liedbeitragen. Außerdem wurden zu jedem Lied unterschiedliche Dias an die Wand projiziert, die passende Szenen aus dem jiddischen Leben zeigten.
Das Ensemble mit Frontmann Elmar Egold an der Klarinette, Armin Engel an der Gitarre, Daniel Egold an den Rhythmusinstrumenten sowie Gerd Warnken am Bass hat einen Bekanntheitsgrad, der bereits weeit über Bad Orb hinaus reicht.
In virtuoser Weise spielte Egold seine Klarinette im Sinne von "K!ezmer" –er lässt mittels seinem Instrumentenspiel die Zuhörer Teil haben an seinen Empfindungen. Eine ganze Palette an Gefühlen wurde so hörbar gemacht. Musikalische Erzählungen menschlicher Höhen und Tiefen; purer Lebensfreude oder auch Nachdenklichkeit.
Das "Klezmer Freilach Ensemble" präsentierte allen Zuhörern in der evangelischen Kirche in Aufenau einen wahrhaft unvergesslichen Konzertabend jiddischer Folklore-Musik zur Erinnerung an den verstorbenen Manfred Hermann, der kräftigen und lang anhaltenden Applaus erntete.

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Erstes Konzert auf der restaurierten Ratzmann-Orgel in Aufenau
Musik aus dem Klang- Denkmal

Quelle: Gelnhäuser Neue Zeitung; Donnerstag, 21. Juni 2005
Im Rahmen der Konzertreihe "Orgeln - Denkmäler ihrer Zeit", erklangen in der katholischen Kirche "Zur Schmerzhaften Mutter Gottes" in Aufenau erhabene Klänge. Organisiert durch das Bistum Fulda, begrüßte Pfarrer Monsignore’ Franz Koska alle Zuhörer. An der erst im April dieses Jahres fertig restaurierten und berühmten Ratzmann-Orgel, die in ihrer Form den Ursprüngen des tatsächlichen Baus von 1880 entspricht, ließ Organist Thomas Wiegelmann unter anderem Kompositionen von Felix Mendelssohn-Bartholdv (1809 bis 1847), Johannes Brahms (1833 bis 1897), Robert Schumann (1810 bis 1856) und Theodore Dubois (1837bis 1924) erklingen. Ihm zur Seite standen Heinz Wunsch (Violoncello) sowie Theo Ruppert (Violine)
Die Zuhörer erlebten in der Aufenauer Kirche ein herrliches Orgelkonzert, das mit Violine und Violoncello wunderbar harmonierte. die neu restaurierte Ratzmann-OrgeL mit ihren weichen und eher lieblichen Tönen, erfüllte dennoch den Raum der Kirche. Der Zuhörer habe den Eindruck gewinnen mögen, das diese wunderschöne alte Ratzmann-Orgel weniger mit lauten, starken Tönen hervorbricht, sondern eher bedacht und dennoch stark und mit satten Tönen spielt. Um so mehr darf man sich auf das nächste Konzert freuen, dass im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe in der katholischen Kirche "
Zur Schmerzhaften Mutter Gottes" am Samstag, 6. August, um 19.30 Uhr geboten wird.

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Einweihung und Konzert an der restaurierten Ratzmann-Orgel in Aufenau
Feierliche Weihe und Klänge

Quelle: Gelnhäuser Neue Zeitung; Dienstag, 12. April 2005
Jetzt klingt sie wieder. Die katholische Kirche "zur schmerzhaften Mutter Gottes" in Aufenau, hat wieder die vor 125 Jahren eingebaute Ratzmann-Orgel zurück. Der Wunsch der Gemeinde und des Pfarrers Franz Koska ist in Erfüllung gegangen (die GNZ , berichtete ausführlich über die Restauration der neuen alten Orgel). Nach dreijähriger Restaurierungs- und Renovierungszeit steht die Orgel von "August Ratzmann und Söhne" wieder am alten Platz.
In seiner Ansprache dankte Pfarrer Koska seiner Gemeinde für die Unterstützung, den vielen namenlosen Spendern und dem Orgelbauer Andreas Schmidt, der ein Kulturgut wiederhergestellt hat. Nicht vergessen wurde der Bürgermeister, der als einer der ersten sich für die Restauration der Orgel einsetzte. Koskas Dank ging auch an die Diözese Fulda, das Generalvikariat und alle Geldgebern, die es möglich machten, dass die Orgel wieder klingt.
Nachdem das Eingangslied noch a cappella gesungen wurde, weihte Pfarrer Koska die Qrgel, was mit einem gemeinsamen Gebet untermauert wurde.
Nach der Weihe der Orgel erklang das Lied "Das ist der Tag den Gott gemacht..." und es konnte nicht treffender gesagt werden. Die Gemeinde hatte es sicher genauso empfunden.
Als Virtuose auf diesem Instrument, der Königin der Instrumente, sorgte Prof. Hans-Jürgen Kaiser dafür, dass die ersten offiziellen Töne „Gänsehaut auf dem Körper verursachten", wie es ein Besucher treffend sagte.
Nach der feierlichen Einweihung und dem Segen stellte Prof. Kaiser die „neue" alte Orgel in einem kleinen Konzert vor. Der Organist begann mit einer Toccata in d-moll von Johann Jakob Froberger, dessen Orgelwerke sich durch kühne Klangbildungen auszeichnen.
Ein Stück von Robert Schumann, der eigentlich kein Orgelkomponist war, begeisterte
mit seinen Wechseln zwischen Forte und Plano. Schumann schrieb für das Pedalklavier, das nicht mehr gebaut wird. Prof. Kaiser zeigte, dass solche Werke aber ganz gut auf einer Ogel gespielt werden können.
Kaiser fügte ein Werk von Max Reger an, das in drei verschiedenen Varianten (Registrierungen) gespielt wurde. ein Stück von Felix Mendelssohn schloss das Konzert mit einem Preludium in c-moll, Opus 37, ab. Alle Werke waren ein Genuss der besonderen Art, da der Organist ein Meister seines Faches ist.
Der anschließende Empfang, den die Gemeinde organisierte, brachte nach ein paar schöne Beispiele der Hilfe, Bürgermeister
Rainer Krätschmer hielt Wort und übergab einen Scheck der Stadt. Pfarrer Koska sagte in seinen Dankesworten, dass der Burgermeister zwar rot sei, aber dennoch ein Katholik. „Und das adelt", sagte Krätschmer. Weiterhin erhöhte das Generalvikariat Fulda die Hilfe um3500 Euro, was wie ein warmer Geldregen für die Gemeinde ist.
Bei Kaffee und Kuchen gab es eine Menge zu erzählen und immer wiederkam die Bemerkung, dass es wunderbar ist, die Orgel wieder zuhören. So konnte auch Andreas Schmidt sich mit seinen Mitarbeitern bedanken, den Auftrag erhalten zu haben, und nun Lob zu ernten. Das mache ihn besonders glücklich, wie er bemerkte. Er erzählte den interessierten Gästen von der Restaurierungsarbeit und manchen Problemen, die dabei auftauchten; die aber, nach erfolgreicher Fertigstellung nur nebensächlich seien. Aufenau feierte die Rettung eines Kulturgutes, und kann stolz darauf sein. Vor allem auf Pfarrer Koska, der von Anfang all die Orgel wieder erklingen lassen wollte. Er hat es vor seinem Ausscheiden aus dem Amt geschafft.

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Erhabene Klänge mit restaurierter Orgel
Pfarrer Koska weihte die Ratzmann-Orgel in der katholischen Kirche Aufenau ein - nach Plänen von 1880 gearbeitet

Quelle: Gelnhäuser Tageblatt; Dienstag, 12. April 2005
"Die Pfeifenorgel soll in der lateinischen Kirche in hohen Ehren gehalten werden, denn ihr Klang vermag den Glanz der kirchlichen Zeremonien wunderbar zu steigern und die Herzen mächtig zu Gott und zum Himmel emporzuheben", so die Konstitution über die heilige Liturgie, Artikel 20 des II. Vatikanischen Konzils. Umso mehr freute sich Pfarrer Monsignore Franz Koska, am Sonntag die restaurierte Ratzmann-Orgel der katholischen Kirche "Zur schmerzhaften Mutter Gottes" in Aufenau feierlich einweihen zu können.
Das Schmuckstück stammte aus der Werkstatt der Gebrüder August und Wilhelm Ratzmann aus GeInhausen. Sie wurde 1880 gebaut. Lange Zeit konnte die Orgel nicht gespielt werden, und 1992 wurde sie schließlich durch eine elektronische Orgel ersetzt, da Feuchtigkeit und Holzwurm ihr arg zugesetzt und sie quasi unspielbar gemacht hatten. Doch noch stand der Restaurierung bei Ratzmann-Orgelbau Schmidt in GeInhausen ein langer
Weg bevor, denn zuerst musste das Altarbild in der Kirche renoviert werden. Zudem wurde die dringend benötigte Heizung in die Kirche eingebaut. Erst vor gut sieben Jahren, im Jahr 2002, beschloss der Verwaltungsrat, nun endlich die Orgel zu restaurieren.
Das Vertrauen dieser Arbeit wurde in den Nachfolger der Firma Ratzmann, Andreas Schmidt aus GeInhausen, gelegt. Ganze zwei Jahre dauerten die Arbeiten, von 2003 bis 2005, um die Orgel so zu renovieren und zu konstruieren, wie sie 1880 tatsächlich gefertigt wurde. Monsignore Franz Koska bedankte sich noch einmal bei allen Spendern, die mit ihrem Geld diese Renovierung ermöglicht hatten. Besonderen Dank sprach Koska Bürgermeister Rainer Krätschmer aus, der als einer der ersten sofort reagierte und eine prompte Finanzierungshilfe organisiert und zugesagt hatte. An die Gemeindemitglieder und zahlreichen Gäste gewandt, sprach Koska: "Ganz herzlich begrüße ich die Pfarrgemeindemitglieder, die als Hauptspender zu dieser Renovierung beigetragen haben und noch beitragen werden". Nach der offiziellen Ansprache segnete Koska die "alte neue" Ratzmann- Orgel, die sogleich ihre wunderbaren Klänge hören ließ.

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Restaurierte Ratzmann-Orgel wird am Sonntag, 10. April, in Aufenau in Betrieb genommen
Elektronische Aushlife hat ausgedient

Quelle: Gelnhäuser Neue Zeitung; Dienstag, 6. April 2005
Als 1996 die Ratzmann-Orgel nach dem Ausfall von Register und Pedalwerk abgestellt werden musste, besorgte sich die Pfarrgemeinde Aufenau eine elektronische Orgel. Diese Behelfslösung hat nun ausgedient: Die alte Ratzmann-Orgel ist vollständig restauriert und wird am Sonntag, 10. April, erstmals wieder erklingen.
Kein geringerer als Prof. Hans-Jürgen Kaiser, Domorganist und Orgelsachverständiger des Bistums Fulda, wird an diesem Tag um 15 Uhr die Register ziehen, und mit einem Konzert die Gemeinde erfreuen.
Es war ein langer Weg durch die Instanzen bis dahin. Schon 1990, als Pfarrer Franz Koska seine Pfarrstelle übernahm, hatte er die Orgel im Visier, ihr bemitleidenswerter Zustand sollte nicht von Dauer sein. Aber der Herr setzt die Prioritäten, denn die Kirche selbst musste erst einmal wieder in einen Zustandversetzt werden, der einen regelmäßigen Gottesdienst gewährleistete. Die Komplettrenovierung von 1994 bis 1996 brachte die Finanzen der Gemeinde und der Kirche an den Rand der Leistungsfähigkeit. Man musste die alte Ratzmann-Orgel erst einmal vergessen und sich eine kleine elektronische Aushilfe besorgen. Im Juli 2002 entschloss sich der Verwaltungsrat der Pfarrgemeinde aber, die Orgel wieder restaurieren zu lassen. Engagement von Pfarrer und Gemeinde machten es möglich, dass der Wunsch in die Tat umgesetzt werden konnte. Es- wurden Angebote eingeholt und schließlich bekam die Firma Andreas Schmidt aus Altenhaßlau den Zuschlag. Die wichtigste Hürde war genommen, als das Bischöfliche Generalvikariat Fulda dem Projekt zustimmte.
Die Gesamtkosten von rund 80 000 Euro waren natürlich ein großer Brocken. Unterstützung kam von der Stadt Wächtersbach, die 20 Prozent der Kosten übernahm. Allerdings wollte man den Zuschuss nicht auf einmal zahlen, denn die Finanzlage der Stadt war bereits angespannt. 2003 erhielt die Kirchengemeinde schließlich die erste Rate. Anlässlich der Einweihung ist nun erneut die Übergabe eines Schecks angekündigt. Das Bistum Fulda, das wegen der angestrengten Finanzlage keine neuen Orgeln finanziert, sagte für die Restaurierung eine Beteiligung in Höhe von 30 Prozent der Kosten zu. Das Landesamt für Denkmalpflege und die Sparkassen- Kulturstiftung Hessen-Thüringen haben gemeinsam eben- falls 20Prozent der Kosten übernommen. 
Somit war der größte Batzen Kosten in trockenen Tüchern. Für den Rest wird die Kirchengemeinde einen Weg finden – „und ich bin ja auch noch da, wenn es um Findung von Möglichkeiten geht", versichert Pfarrer Koska.
Die Zeit für die Restaurierung beanspruchte drei Jahre, die nun überstanden sind. Der Wunsch der Pfarrgemeinde ist nach neun Jahren in Erfüllung gegangen. Zufriedenheit und die Gewissheit, etwas Großartiges auf dem Gebiet der Kultur geleistet zu haben, bringt die Pfarrgemeinde näher zusammen.
Inzwischen ist die Orgel 125 Jahr alt, und gehört zweifellos zu einer historischen Epoche des Orgelbaus. Zudem ist es das letzte Instrument mit dem Namen "Auglist Ratzmann und Söhne".
Die Orgel befindet sich heute noch bis auf die Balganlage, die Pedalklaviatur und einige Veränderungen in .der Disposition - im Originalzustand - eine ausgesprochene Seltenheit.

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Bild: Wagner

Eine Kostbarkeit in der Aufenauer Kirche

Bei der Herbsttagung des Zentrums für Regionalgeschichte präsentierte Monsignore Franz Koska den Flügelaltar

Quelle: Gelnhäuser Tageblatt; Mittwoch, 20.10.2004
Zum 25. Jubiläum des Heimat- und Geschichtsvereins Wächtersbach und der Herbsttagung des Zentrums für Regionalgeschichte konnten Interessierte am Samstag mit Monsignore Franz Koska die katholische Kirche "Zur Schmerzhaften Mutter Gottes" in Aufenau mit ihrem gegen Ende des 15. Jahrhunderts von einem unbekannten Künstler gemalten Flügelaltar der Krönung Mariens besichtigen. Es sollte daran erinnert werden, dass der Flügelaltar schon vor 1887 in der Aufenauer Kirche hing.
Historische Dokumente In einem 1951 aufgesetzten Schreiben eines Landeskonservators heißt es: "Infolge der Umorganisation und Umsiedlung meiner Dienststelle ist der gotische Altar von Aufenau zusammen mit der Restaurierungswerkstatt in das Landesmuseum nach Darmstadt überführt worden... In Marburg noch wurde die sehr defekte Malschicht des Mittelbildes, die sich überall vom Grunde gelöst hatte, mit Hilfe von Wachs und Seidenpapier völlig gesichert. Die Rückseiten der Flügel, deren Malereien nur noch in Resten erhalten sind, wurden gefestigt". Mitte September 1954 wurde einer erneuten Restaurierung zugestimmt, denn der Bildträger - Holzplatten, auf denen die Malereien angebracht gewesen waren - verwurmte im Laufe der Jahrhunderte vollständig und wurde durch Feuchtigkeit auch noch morsch. Die Malereien hatten keinen Halt und falteten sich in großen Flächen dachartig ab.
Im Zuge der Restaurierung wurde eine Novopan-Holzspanplatte verwendet. Ein Fehler, der erst viel später als solcher erkannt werden sollte. Man konnte aufgrund fehlender Erkenntnisse nicht wissen, dass die Farben darunter leiden. Als Monsignore Koska im Oktober 1990 als Pfarrer in die Gemeinde eingeführt wurde, bemerkte er am Altarbild kleine weiße Flecken und handelte sofort. Der Flügelaltar wurde wieder restauriert und am 9. Juli 1995 feierlich eingeweiht.
Das Altarbild zeigt die Krönung Mariä durch Jesus und eine "Geisttaube". Die findet man sonst nur bei Bildern, auf denen die Krönung von Christus und dem Vater zugleich vollzogen wird. Eine Kostbarkeit ist auch der schöne Baldachin über dem Thronsitz.
Jeweils zur linken Seite und zur rechten Seite von Jesus und Maria stehen sechs Apostel. Vor dem Thron hat die Figur des Stifters Platz gefunden - in der Hand hält er eine Gebetsrolle mit dem Zitat: "Ora pro nobis beata Virgo Maria - Bete für uns, heilige Jungfrau Maria".

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Patroziniumsfest der katholischen Kirchengemeinde Aufenau
Chor singt für den Schutzpatron

Quelle: der Bote; Mittwoch, 22.September 2004
Zum Patroziniumsfest, dem Schutzpatronenfest der katholischen Kirche Aufenau "Zur schmerzhaften Mutter Gottes", war der Kirchenchor St. Martin aus Bad Orb unter der Leitung von Helmuth Smola zur Mitgestaltung des Festgottesdienstes eingeladen.
Den Gottesdienst zelebrierten Monsignore Pfarrer Franz Koska und Father Tobias Barture aus Nigeria. Passend gaben Chorstücke wie Ave Maria von J. Areadelt und Psalm 150 von Wolfram Menschick sowie auch neue geistliche Lieder mit Werken von Gregor Linßen dem Fest einen schönen Rahmen.
Pfarrer Koska brachte in seinen Dankesworten zum Schluss des Gottesdienstes seine Freude darüber zum Ausdruck, dass der große Chor aus Bad Orb den Festgottesdienst so beeindruckend untermalte. Zur Einweihung der neuen Orgel im Frühjahr 2005 und zum 250-jährigen Kirchweihfest im September 2005, bei dem Bischof Heinz-Josef Allgermissen nach Aufenau kommen wird, ist der Chor herzlich eingeladen.

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Feierliche Einführung
Christiane Reichel im Lektorenamt

Quelle: Gelnhäuser Neue Zeitung; Samstag, 18.September 2004
Christiane Reichel wurde nach einjähriger Ausbildung in einem festlichen Gottesdienst in den Lektorendienst eingeführt. Neben Pfarrer Matthias Fischer, der Christiane Reichel einsegnete; wirkten die beiden Lektoren der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Aufenau, Horst Bender und Thomas Wagner, bei der Einführung mit.
Die Predigt über den barmherzigen Samariter hielten Reichel und Pfarrer Fischer gemeinsam. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Jugendorchester des Kasseler Musikvereins umrahmt. Im Anschluss konnte Reichel zahlreiche Glückwünsche beim Sektempfang auf dem Kirchplatz entgegennehmen, Vorausgegangen war eine einjährige Ausbildung im Lektorenkurs. In dieser Zeit wurde Reichel in den unterschiedlichen Bereichen des Gottesdienstes wie Liturgie und Rhetorik geschult. Mit der Berufung des Bischofs der Landeskirche von Kurhessen-Waldeck und ihrer Einführung erhielt sie die Berechtigung, als kirchlicher Laie Gottesdienste selbstständig zu halten. Lektoren sind in ihrem Dienst an von Theologen verfaßste Predigten gebunden. Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Aufenau freut sich, mit Christiane Reichel nun ein Lektoren-Dreiergespann im Kreis ihrer Mitarbeiter zu haben.

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Im KZ Auschwitz tief betroffen
Pfarrei Aufenau zu Gast in Südpolen

Quelle: Der Bote; Mittwoch, 18. August 2004
Für Pfarrer Franz Koska war es die vierte und letzte Pfarreifahrt nach Polen, die er organisierte. Ziel dieser letzten Fahrt waren Städte und Landschaften im Süden dieses Landes. Koskas Programm führte die 40 Fahrtteilnehmer auf die 1602 Meter hohe Schneekoppe wie auch in die 135 Meter unter der Erde gelegene riesige Kapelle im ältesten Salzbergwerk der Welt in Wieliczka.
Tiefe Betroffenheit hinterließ die Besichtigung des Konzentrationslagers Auschwitz und Birkenau. In Zakopane erlebten die Kinzigtaler drei Tage lang fastsüdländisches Flair.
Religiöser Höhepunkt der Fahrt war der abschlIeßende, Besuch in Tschenstochau. Das Kloster dieser Stadt zählt zu den bedeutendsten Kultstätten der ganzen christlichen Welt. Nach zwölf Tagen und 3000 gefahrenen Kilometern kamen die 40 Reiseteilnehmer wieder wohlbehalten in der Heimat an. Ein vielfältiges Danke ging an Pfarrer Franz Koska für die Organisation und Leitung dieser Polenreise sowie an Busfahrer Rudolf Krämer für den sicheren Transport der Gruppe.

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Pfarrer Bodo Holk ist gestorben

Ein Leben in Treue und Aufrichtigkeit

Quelle: Gelnhäuser Neue Zeitung; Dienstag, 8. Juni 2004
Am Sonntag verstarb im Alter von 70 Jahren Pfarrer Bodo Holk. Zwischen 1969 und 1996 war er als Gemeindepfarrer bei der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Aufenau tätig. "Mit Bodo Holk ist ein sehr gradliniger Mensch von uns gegangen, der in seinem Herzen immer Lutheraner geblieben ist", sagt Dekan Martin Happel. "Er bejahte auch die schönen Seiten des Lebens und war sehr gerne fröhlich." Im Privaten galt seine Leidenschaft dem Funken. Mit seinem Gerät knüpfte er weltweit Kontakte.
In seinem Beruf habe er die Nächstenliebe immer an erster Stelle gesehen. Pfarrer Bodo Holk wurde 1933 geboren und 1961 ordiniert.
Danach widmete er fast vier Jahrzehnte seine Kraft dem Dienst am Evangelium. Zunächst arbeitete
er in der nordhessischen Gemeinde Tann in der Rhön. 1969 wechselte er zur evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Aufenau und betreute die Gemeindemitglieder Aufenau, Neudorf Wirtheim und Kassel. "Mit großer Treue zu seinem Amt und Aufrichtigkeit im Glauben begegnete er den Menschen", sagt Dekan Martin Happel. "Dafür haben wir ihn sehr geschätzt."
Während seiner Amtszeit habe er den Übergang von der Diaspora in eine moderne, prosperierende Kirchengemeinde mitgestaltet. Mit seinem klaren protestantischen Bekenntnis habe Pfarrer Holk das kirchliche Leben nachhaltig beeinflusst.

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Ich aber, HERR, hoffe auf dich und spreche:
Du bist mein Gott! Meine Zeit steht in deinen Händen.

(Psalm 31,15f.)

Die evangelisch-lutherische
Kirchengemeinde Aufenau trauert um

Pfarrer i.R. Bodo Holk

Sein Engagement galt von 1969 bis 1996 seinem Dienst als Pfarrer für die Gemeindeglieder in Aufenau, Neudorf, Wirtheim und Kassel. Mit großer Treue zu seinem Amt und Aufrichtigkeit im Glauben begegnete er den Menschen. Dafür haben wir ihn sehr geschätzt. Während der 27 Jahre seiner Amtszeit gestaltete er den Übergang von der Diaspora- in eine moderne, prosperierende Kirchengemeinde. Mit seinem klaren protestantischen Bekenntnis hat Pfarrer Holk das kirchliche Leben in Aufenau, Neudorf, Wirtheim und Kassel nachhaltig beeinflusst und geprägt.

Für seinen Dienst in unserer Gemeinde danken wir Gott, der Pfarrer Bodo Holk mit seinem Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit begleitet hat.

Die Mitglieder des Kirchenvorstandes
Matthias Fischer, Pfr.

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Lektor Thomas Wagner feiert zehnjähriges Amtsjubiläum
Ein Charakterkopf mit Herz
Quelle: Gelnhäuser Neue Zeitung (Tobias Korn); Mittwoch, 21. Januar 2004

"Ja is denn heut scho Weihnachten?", wunderte sich Thomas Wagner in Beckenbauermanier zu Beginn seiner Jubiläumspredigt angesichts des vollbesetzten Gotteshauses. Seit nunmehr einer Dekade begleitet der "theologische Laie" und gelernte Altenpfleger das Lektorenamt,seit 1997ist er in dieser Position für die evangelische Kirchengemeinde Aufenau, Neudorf, Kassel und Wirtheim tätig. Er ist die rechte Hand von Pfarrer Matthias Fischer und erfreut sich innerhalb der Gemeinde größter Beliebtheit. Das belegt auch die durchweg positive Resonanz an seinem Jubiläumstag.
Unter den Gottesdienstbesuchern gilt er aIs Charakterkopf,
er selbst bezeichnet sich als Mensch mit "Spaß an der Verkündung". Seine Eigenart: "Ich predige einfach, geradeaus, verwende keine Fremdwörter und bringe die Sache auf den Punkt." Tatsächlich ist Wagner mit Leib und Seele Lektor. Seine Mitmenschen schätzen an ihm Toleranz und Ehrlichkeit. Das verlangt er auch von seiner Umwelt: "Ich mag es nicht, wenn Menschen ihre Kritik an mir nicht offen äußern. " Auch einen gesunden Idealismus kann man ihm nicht absprechen. Die evangelische Kirche sei ihm noch zu konservativ: "Wenn wir so weiter machen, geht bald kein Jugendlicher mehr in die Kirche." Sein Anteil am Reformvorhaben: Ein musikalischer Jugendgottesdienst, der im vierteljährlichen Rhythmus als Gemeinschaftsprojekt vonstatten gehen soll. Das er ein Mann ist, der die Nähe zur Gemeinde sucht, bewies er an seinem Jubiläumstag: Im Anschluss an den sonntäglichen Gottesdienst, der vom "Chor4You" musikalisch umrahmt wurde, lud Wagner alle Teilnehmer zu einem Sektfrühstück mit kaltem Buffet ein.

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Der Aufenauer Pfarrer Franz Koska sammelt Schriften Ludwigs Nüdlings in Archiv

Die Fahne des Glaubens hochgehalten

Quelle: Gelnhäuser Neue Zeitung; Samstag, 10. Januar 2004

Das Aufenauer Pfarrhaus trägt ein Schild neben der Eingangstür, das auf ein Ludwig Nüdling-Archiv hinweist. Das hat der Aufenauer katholische Pfarrer Franz Koska eingerichtet, der nicht nur die Lebensgeschichte des früheren Pfarrers erforschte, sondern auch möglichst alle Schriften sammelt, um diese der Nachwelt zu erhalten.

Es ist kaum zuglauben, was Ludwig Nüdling vor, während und nach seiner Aufenauer Zeit geleistet hat. Er war nicht nur Gemeindepfarrer, sondern verfasste eine kaum überschaubare Fülle an Schriften, meist für Kinder und Jugendliche, aber auch Gedichte und Artikel für Erwachsene.
Caspar Ludwig Nüdling wurde am 26. Februar 1874 um 3 Uhr morgens in Poppenhausen geboren und noch am gleichen Tag getauft. Er besuchte das Bamberger Gymnasium und das Aufseßische Studienseminar. 1893 legte er sein Abitur ab, nahm im gleichen Jahr an Exerztien im Tirolerischen
Feldkirch teil und trat später ins Priesterseminar zu  Fulda ein wurde in Franziskanerorden aufgenommen.
Drei Jahre später wurde Nüdling Diakon und ein weiteres Jahr später durch Bischof Georgius Ignatius Komp zum Priester geweiht. Seinen Weg schreitet Nüdling als Assistent in Sannerz, Aushilfe in Steinhaus, Großkrotzenburg und Naumburg.
1900 wird er Domkaplan in Fulda, ein Jahr später Curatus in Alsberg, 1903 von Müs.
Und ab 1. August 1907 Pfarrer in Aufenau. Dort bleibt er bis zum Jahr 1919. Dann wird Nüdling zumPfarrer von Kleinsassen berufen. 1938 geht Nüdling in den Ruhestand und zieht zur Rossbergklause am Oberrothof um. 1947 erliegt er einem Schlaganfall und wird auf dem Friedhof von Motzlar beerdigt.
Bereits nach dem Abitur beginnt Ludwig Nüdling mit dem Schreiben. Er schreibt im "Kommunionglöcklein", einem Heft für Kinder, die sich gerade auf die heilige Kommunion vorbereiten. Nüdling muss dieses Heft über einen langen Zeitraum selbst verlegen, Und das mit recht großem Erfolg, denn das wöchentlich erscheinende Heft wird einigen großen Tageszeitungen beigelegt und erreicht große Beliebtheit. Ein weiteres Heft ist das "Fähnlein der Getreuen", das für Jugendliche zur Firmung konzipiertist.
Koska sammelt Jeden verfügbaren Band. Dabei geht es ihm nicht um die Originale, sondern um die Schriften selbst. Ein gute Kopie reicht Koska aus, das Original darf sicher in Bibliotheken und Archiven bleiben.
Doch Nüdlings Werk ist noch viel umfangreicher. Er schreibt christliche Erzählungen, Gedichte für Kinder, zum Beispiel den Band "Fallende Blätter" mit Herbststimmungen. Und Nüdling wagt sich an Theaterstücke wie ein Rhönmärchen "Die Schutzfrau von Münnerstadt".
Sommer 1641 Münnerstadts Bürger feiern mitten im großen, schrecklichen Krieg ihr fröhliches Erntedankfest. Lieder erklingen, Musik ertönt, es wird getanzt und gelacht. Plötzlich beenden Kanonen das lustige Treiben. Die Schweden stehen vor den Mauern und drohen mit Belagerung und Beschießung der Stadt. Flüchtende Bauern berichten von grausamen Taten des üibermachtigen Feindes. Münnerstadt ist in höchster Gefahr. In ihrer Not flehen die Bürger zur Muttergottes. Ihre Gebete werden erhört. Die Kanonen verstummen. Der Feind flieht; Münnerstadt ist gerettet.
Die vor 300 Jahren entstandene Legende von der wunderbaren Rettung der Stadt wird jährlich Ende August und Anfang September wieder lebendig. Mehr als 200 Bürger stellen in farbenprächtigen Kostümen die packende Geschichte dar. Das ergreifende Spiel der Laiendarsteller und die herrliche Kulisse der mittelalterliche Stadt schaffen eine einmalige Atmosphäre, die jeden in ihren Bann zieht. Pfarrer Ludwig Nüdling erzählt in seinem historischen Volksschauspiel vom lustigen Erntefest, zarter Liebe, großer Not und tiefem Glauben. Nüdling erhält Preise für seine Kinderbücher, schreibt 1906, ein Eisenbahn-Reisebuch.
Und NüdliIig schreibt sogar tapfer gegen die Nazi-Diktatur an, die das Christentum unterdrücken will. Nicht mit spitzer Feder, sondern mit verhaltener Schreibe hält er die Fahne seines Glaubens hoch -bis1939. Dann verbieten die Nazis das Kommunionglöcklein und das Fähnlein der Getreuen. Und sie versuchen Nüdling selbst zu diffamieren und zu zerstören. Sie unterstelIen dem Pfarrer er sei homosexuell und werfen ihm vor, er habe sich an kleinen Jungs vergangenen. Pfarrer Koska sieht heute darin System: "Die Nazis wollten den unbequemen Pfarrer ins KZ verfrachten und mundtot machen." Denn die Eingeweihten lasen bei Nüdling doch die Kritik am System zwischen den Zeilen. Und er wagt es, ein russisches Mädchen in seinen Geschichten aIs Vorbild hinzustellen. 
Doch Nüdling überlebt die Nazi-Greuel und den Zweiten Weltkrieg. Allerdings ist er nach dem Krieg ein kranker Mann. Er stirbt 1947. Und darf nicht im Kreis seiner Angehörigen beerdigt werden. Die Zonengrenze verhindert dies. Er wird in Motzlar begraben. So nah der Heimat und doch für mehr als 40 Jahre durch die schlimmste Grenze von ihr getrennt.  

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Arbeiten können beginnen
Aufenauer Orgel wird endlich restauriert

Quelle: Gelnhäuser Bote; Mittwoch, 22.Oktober 2003
Den Mitgliedern des Verwaltungsrates um Pfarrer Franz Koska ist es klar: Nach den Investitionen der vergangenen Jahre in das Kirchengebäude bedarf es nochmal einer großen finanziellen Kraftanstrengung der ganzen Gemeinde, um die historisch wertvolle Orgel der Aufenauer Pfarrkirche “Zur schmerzhaften Mutter Gottes” wieder zum Klingen zu bringen. “Das elektronische Ersatzinstrument, das zur Zeit genutzt wird, hat einen wesentlich schlechteren Klang als die eigentliche Orgel”, so Pfarrer Koska. Nach mehreren Kostenvoranschlägen ist der Auftrag zur Restaurierung (Kosten: 70000 Euro), vergeben, so dass die beauftragte Firma mit ihrer Arbeit beginnen kann. Der Spieltisch der Orgel ist schon abgeholt und wird in der Firmenwerkstatt überarbeitet.
In den nächstenTagen beginnen die Arbeiten an der eigentlichen Orgel. Was der Gemeinde noch fehlt, ist reichlich Geld. Trotz finanzieller Unterstützung des Projektes durch das Bistum Fulda, durch die Sparkassenstiftung, durch die Stadt Wächtersbach und das Landesamt für Denkmalpflege muss die Aufenauer Kirchengemeinde eine große Summe selbst aufbringen. Deshalb die Bitte vom Verwaltungsrat und Pfarrer Koska an alle, die wollen, dass die historische Aufenauer Orgel in Zukunft wieder zu hören sein wird: “Unterstützen Sie die Restaurierung durch eine großherzige Spende.”
Die zur Zeit genutzte elektronische Orgel soll nach der Restaurierung der historischen Orgel in der Filialkirche in Neudorf aufgestellt werden.

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Franz Koska feierte 70. Geburtstag
Gratulation für Aufenauer Pfarrer

Quelle: GNZ Donnerstag, 11. September 2003
Am Montagnachmittag versammelten sich zahlreiche Aufenauer, Christen in der katholischen Kirche. Anlass war neben der Feier zur Geburt Marias der 70. Geburtstag des Pfarrers Franz Koska. Der Dankgottesdienst wurde anders als üblich gestaltet.

 Besondere Gestaltungselemente wurden durch den Gesang Doris Knoblochs und ihres Sohnes Sebastian, der die Trompete spielte, dargeboten. Auch die Schwester der Sängerin, Mechthild Rieger, unterstützte die Feier mit ihrer Stimme. Als Geschenk für den Pfarrer sang auch Beate Jongkind aus Wächtersbach.
Eine weitere Überraschung erwartete den Pfarrer gegen Ende des Gottesdienstes plötzlich, kurz vor der Segnung, begann die Gemeinde nach einer kurzen Aufforderung "Alles Gute für dich" zu singen und wurde dabei mit der Gitarre begleitet. Der überraschte Pfarrer Koska bedankte sich im Anschluss für dieses Ständchen und hielt noch eine kurze Dankesrede. Abschließend sagte er, dass er sich für dieses Jahr der Bibel und für alle weiteren Jahre Frieden, Eintracht und Gerechtigkeit wünsche und nur die Menschen dieser Erde dieses Ziel gemeinsam erreichen könnten. Nach den Dankesworten an seine Messdiener, seine Gemeinde und alle anderen Unterstützer lud er alle Anwesenden herzlich in das Kulturhaus ein mit ihm noch ein bisschen zu feiern. Nach dem Auszug aus der Kirche erwarteten das Geburtstagskind schon viele Gratulanten und er hatte für jeden noch ein liebes Wort parat.

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Pfarrer Franz Koska wird heute 70

Mit Gottes Kraft bis 72 im Pfarrdienst

Quelle: GNZ Montag 8. September 2003
Der Aufenauer katholische Pfarrer Monsignore Franz Koska feiert heute seinen 70. Geburtstag. Ab 17 Uhr feiert er mit der Gemeinde einen Festgottesdienst zu Ehren der Mutter Gottes, denn Koska hat am Tag der Geburt Marias das Licht der Welt erblickt. Danach bittet die Gemeinde zum Empfang ins Kulturhaus.

Franz Koska wurde im westpreußischen Neustadt geboren, geriet bereits als Kind in die Wirren des Zweiten Weltkrieges. Sein Vater sagte damals: "Wenn uns die Polen nicht vertreiben, bleiben wir hier." Sie sindgeblieben. 1951 legte Franz Koska sein Abitur, studierte dann Theologie. Eigentlich wollte er bereits früher in den Dienst der Kirche treten. Sein Wunsch: Missionar in Afrika. Doch das redete ihm sein Vater aus. Zu teuer, denn die Reisekosten hatte der Missionär selbst zu tragen. Franz Koska wartete und blieb im Bistum. 1957 wurde er in Pellplin im Bistum Kulm nach sechs Jahren Studium zum Priester geweiht.
Seine erste Kaplanstelle trat Franz Koska dann in Graudenz an der Weichsel an, es folgten Heiderode in der Duker Heide und Briesen. Seine erste Pfarrstelle erhielt Koska in Hoppendorf in der Kaschubei, südwestlich von Danzig. Später wurde Koska Pfarrer von Lubawa an der ostpreußischen Grenze.
Nach dem Tod seiner Eltern hielt es Franz Koska nicht länger in Polen. Er beantragte seine Versetzung nach Deutschland, Einen Fürsprecher fand er im Fuldaer Erzbischof Johannes Dyba. Doch sein polnischer Bischof wollte ihn zunächst nicht gehen lassen. Und das aus verständlichem Grund. Koska hatte stets gute Verbindungen in den Westen, wo seine Geschwister bereits lebten. Das half ihm sehr bei den Bauvorhaben seiner Pfarrgemeinden. Er baute zwei Pfarrhäuser und renovierte drej Kirchen. Kein leichtes Unterfangen in einem sozialistischen Land. Es fehlte an allem: Material und Geld. Doch mit Devisen war fast alles zu bekommen. Klar, dass die Kirche einen guten Pfarrer mit solchen Möglichkeiten nicht gerne gehen lässt. Doch der Bischof willigte schließlich ein.
1990 reiste Koska aus und kam nach Aufenau. Hier konnte er mehr Seelsorger als Baumeister sein. Er legt seit Beginn an viel Wert auf die Ökumene. Schließlich glauben alle Christen an den seIben Gott, nur der Weg ist ein anderer.
Doch auch in Aufenau baute Koska. Die Kirche brauchte neue Bänke, 1992 musste das wertvolle Altarbild renoviert werden und letztendlich kam es zur Grundrenovierung des Kirchenraums. Jetzt fehlt noch die Instandsetzung der Ratzmann-Orgel. 35 000 Euro muss die Gemeinde selbst bezahlen, Spenden werden benötigt.
Zwei Jahre will Koska noch Pfarrer in Aufenau bleiben. "Mit 72 gehe ich in Rente." Die Gesundheit macht lhm manchmaIProbleme. Dann will er sich um die Betreuung der jungen Priester kümmern und sich verstärkt seinen Hobbys widmen: So sammelt und archiviert Koska alle Schriften des ehemaligen Aufenauer Pfarrers Ludwig Nüldling, dessen "Kommunionglöcklein" und "Fähnlein der Getreuen" bis zum Krieg in Deutschland in Zeitungen beigelegt wurden. Außer dem sammelt Koska Briefmarken, bevorzugt von Papst Johannes Paul II, und hört klassische Musik.

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Die Ratzmann-Orgel in der Aufenauer Marienkirche wird restauriert
Historischer Klang bei Denkmalschutz im Trend

Quelle: Gelnhäuser Neue Zeitung; Dienstag, 8. April 2003

Die Ratzmann-Orgel in der Aufenauer Marienkirche wird restauriert. Dabei gehen Kirchengemeinde, Denkmalschutz und Orgelexperten so weit, dass sogar der alte mechanische Spieltisch wieder seinen Platz einnimmt. Dies unterstützen die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und das Landesamt für Denkmalpflege jeweils mit einer Finanzspritze.
Die Marienkirche von Aufenau ist bereits ein lebendiges Kulturdenkmal. Nicht nur der großartige Flügelaltar ist ein Besuch der katholischen Kirche wert, sondern auch die Ratzmann-Orgel aus dem Jahr 1880. Sie ist ein Meisterwerk aus der Werkstatt des berühmten Gelnhäuser Orgelbauers. Ihre Qualität macht den Organisten auch heute noch Freude. Deshalb ist die Restauration der über 120 Jahre alten Orgel eine sehr lohnenswerte Sache, wenn auch eine kostspielige. Wer die Königin der Instrumente instand setzen will, muss einige Euro in die Hand nehmen.
Wie Pfarrer Franz Koska sagte, ist die Restauration mit 67000 Euro veranschlagt. Kosten, die vor allem die Kirchengemeinde und die Diözese Fulda zu tragen haben. Deshalb sind Koska und der Gemeinderat froh über jede finanzielle Unterstützung. Diese kommt von der Sparkassen Kulturstiftung Hessen-Thüringen und vom hessischen Landesamt für Denkmalpflege. Diese steuern jeweils zehn Prozent der Kosten bei.

Wie Prof. Gerd Weiß, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege, sagte, ist die Vielfalt im Orgelbau sehr groß. Diese gelte es zu erhalten. Weiß wurde begleitet von Dr. Bernhard Buchstab, Denkmalpfleger aus Marburg. Er ist als gelernter Orgelbauer der Orgelexperte unter Hessens Denkmalpflegern. Buchstab erklärte, dass es sich bei der Aufenauer Ratzmann-Orgel um eine mechanische Orgel handelt, die jedoch vor gut zehn Jahren auf einen elektrischen Spieltisch umgerüstet wurde. Inzwischen geht der Trend jedoch wieder zum mechanischen Spieltisch.
Der mechanische Spieltisch ist in Aufenau noch komplett vorhanden. Ein großes Glück, wie auch Prof. Hans-Jürgen Kaiser, Stabsstellenleiter Orgel und Glocken der Diözese Fulda und Fuldaer Domorganist, findet. Das neogotische Gehäuse der Orgel bleibt erhalten, die Dispositionsänderungen aus den 50er Jahren werden rückgebaut. Wie Prof. Kaiser, schwärmt, erhalte die Orgel so ihren vollen und unverfälschten Klang zurück. Für den Spielgenuss sorgt die Mechanik der Tasten. Die Tasten erzeugen bei Spiel ein besonderes Druckgefühl, das sich an elektrischen Spieltischen nicht einstellt. Wie Kaiser sagte, soll ein historisches Instrument auch so klingen. Der angenehme Klang liege im Trend der Zeit. Deshalb habe die Diözese auch besondere Sorgfalt bei der Ausschreibung und der Auftragsvergabe walten lassen. Grund: Die einzelnen Orgelbauer vertreten eine individuelle Klang- und Orgelbauphilosophie. Und die muss zum jeweiligen Instrument passen. Beauftragt ist Andreas Schmidt aus Gelnhausen. Und dessen Orgelbaubetrieb sei ein Nachfolger Ratzmanns.

Für Dr. Thomas Wurzel, den Geschäftsführer der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, ist es eine besondere Freude, die Restauration der Orgel zu unterstützen. Er erklärte, dass nicht jedes Vorhaben förderfähig sei, die Aufenauer Kirchengemeinde aber die Kriterien voll erfülle. Die Gemeinde will die Restauration, ist bereit, mindestens die Hälfte der Kosten zu tragen. Dabei hält sich das Vorhaben im überschaubaren Rahmen. Wichtig ist zudem, dass die Orgel nicht nur in den Messen zu hören ist, sondern auch bei öffentlichen Konzerten.
In Aufenau passt alles zusammen: Einerseits befindet sich die heimische Kreissparkasse GeInhausen im Jubiläumsjahr, was deren Vorstand Gerhard Kleespies freut, andererseits verkörpert die Orgelbauerfamilie Ratzmann die hessisch-thüringische Verbindung geradezu perfekt. Der Firmengründer stammte aus Ohrdruf in Thüringen, lernte 1835 in Gelnhausen seine Ehefrau kennen und blieb als Orgelbauer in der Barbarossastadt. Er baute mehrere Hundert Orgeln, von denen wegen der guten Qualität noch viele existieren.

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Aufenauer sind glücklich
Restauriertes Altarbild wieder in Pfarrkirche
- wertvollstes Kunstwerk im Stadtteil

Pünktlich zum Pfingstfest und dem Fronleichnamsfest baute eine Fachfirma, das in der Werkstatt des Landesamtes für Denkmalpflege in Wiesbaden restaurierte, wertvolle Altarbild wieder am Hochaltar der Aufenauer Pfarrkirche ein.

Quelle: Main-Kinzig-Bote; Mittwoch, 7. Juni 1995
Es hat lange dauert, sehr lange gedauert, bis das Bild wieder die Pfarrkirche schmückt. Pünktlich zum Pfingstfest und dem Fronleichnamsfest baute eine Fachfirma das in der Werkstatt des Landesamtes für Denkmalpflege in Wiesbaden restaurierte wertvolle Altarbild wieder am Hochaltar ein. Werner Schönholz vom Verwaltungsrat der Pfarrei: “.Damit ist für uns ein Projekt abgeschlossen, das neben der Restaurierung des Bildes auch noch den Einbau einer neuen Kirchenheizung sowie die Installierung einer UV-Schutzverglasung im Altarraum beinhaltet hat.“
Der Aufenauer Flügelaltar ist das Werk eines unbekannten Künstlers der mittelrheinischen Schule, der das Triptychon mit dem Thema der Krönung Mariens im letzten Viertel
des 15. Jahrhunderts schuf. Christus und Maria bilden, auf einem steinernen Thron sitzend, den Mittelpunkt des Altarbildes. Zu Füßen Mariens kniet die Stifterfigur im weißen Chorherrengewand.
Bei einem Ortstermin im Frühjahr 1991 stellten Fachleute des bischöflichen Bauamtes in Fulda sowie des Landesamtes für Denkmalpflege in Wiesbaden erhebliche Schäden am Mittelbild des Flügelaltares fest. Nach eingehenden Voruntersuchungen ergaben sich für die beteiligten Sachverständigen folgende Forderungen: Restaurierung des Altarbildes, Einbau einer neuen Kirchenheizung sowie eine Schutzverglasung. Für Pfarrer Franz Koska und seine Gemeinde ein harten Brocken. Der Pfarrer: “Von den bischöflichen Stellen in Fulda wurden uns damals ein Kostenaufwand von 300.000 Mark vorgerechnet.
Am 9. Dezember 1992 schließlich wurde das Altarbild abmontiert und zum Restaurator Peter Weller-Plate nach Wiesbaden gebracht. Der Verwaltungsrat hatte zwischenzeitlich einen Finanzierungsplan aufgestellt, der neben Eigenmitteln auch Bewilligungsbescheide über Finanzhilfen vom Bistum Fulda, dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen, der Stadt Wächtersbach und des Main-Kinzig-Kreises beinhaltete, wobei die größten Summen die beiden erstgenannten Adressen beisteuerten. Pfarrer Koska: “Wir danken allen, die bei der Finanzierung dieses Projektes mitgeholfen haben. Gleichzeitig hoffen wir aber, daß die uns zugesagten und noch nicht über
wiesenen Restbeträge Aufenau baldigst erreichen werden“
Unmut zeigte der Ortsgeistliche im Interwiev über Veröffentlichungen aus dem Hanauer Kreishaus. Sollte laut Zeitungsbericht die Pfarrgemeinde 23.000 Mark als Zuschuß von dort erhalten, so habe die Aufenauer Pfarrei einen Scheck über lediglich 4.000 Mark erreicht. Laut Werner Schönholz könne die entgültige Kostenabrechnung erst nach Eingang der letzten Rechnungen vorgenommen werden. Jedoch könne für die Restaurierung des Altarbildes und dessen Transport mit circa 90.000 Mark, für die Kirchenheizung mit circa 200.000 Mark und für die Schutzverglasung mit circa 16.000 Mark an Kosten gerechnet werden.

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Ausgrabung in der katholischen Kirche Aufenau beendet
 - Historisches Material in Fülle

"Wir schwimmen in Gräbern"

Quelle: Gelnhäuser Tageblatt; Samstag, 29. Oktober 1994
"Wir schwimmen in Gräbern". Was Erwin Hahn, der die Ausgrabungen in der Aufenauer katholischen Kirche durchführt, sagte, klang fast wie ein Hilferuf. Hilfe hatte er auch nötig, denn die archäologischen Arbeiten sollen in dieser Woche noch abgeschlossen sein, damit der Heizungseinbau erfolgen kann. Die Vorbereitungen hierzu wurden von den Aufenauer freiwilligen Helfern bereits getroffen, sodaß nun die Heizungsbaufirma die Arbeiten fortführen kann. Währenddessen "graben" andere freiwillige Helfer unter der sachkundigen Anleitung des Beauftragten des hessischen Landesamtes für Denkmalschutz noch weiter. Ein Grab nachdem anderen, Schädel-, Arm- oder Schenkelknochen werden vorsichtig mit kleinen SpachteIn und Kellen freigekratzt.
Schicht um Schicht werden, bis in eine Tiefe von 140 Zentimeter, Gebeine aus verschiedenen Epochen geborgen. Die frühesten Beisetzungen werden dem 14. Jahrhundert zugeordnet. Die Datierung gestaltet sich recht schwierig, denn, "manche der Gräber wurden bereits in früheren Zeiten gestört. Man kennt das aus der heutigen Zeit, in der es zwar mehr Platz auf den Friedhöfen gibt, doch eine hohe Bevölkerungszahl eine starke Inanspruchnahme der Friedhofflächen bedingt", erläutert Erwin Hahn. Abgesehen von den vielen Gräbern unter der Kanzel und beim Altar entdeckten der gelernte Anthropologe, Forscher der Menschheitsgeschichte, und seine Helfer auch Mauerreste und einige wenige keramische Scherben Dachziegelbruchstücke und ein Säulenfundament. Die vermeintlich gefundenen Fußbodenreste stellten sich nach weiteren Grabungen jedoch als gewachsene geologische Formation heraus, wie Hahn erläuterte. Weiter erklärte er, daß aus den Ergebnissen der Grabungen auf dem eng begrenzten Raum, den "winzigen" Ausschnitten nämlich, wo die Heizungs- und Klimaschächte einmal sein sollen, sich zur Zeit noch keine genaueren Rückschlüsse ziehen ließen.
Die Fragen nach einem früheren Kirchengrundriss oder nach den Gräbern und aus welcher Zeit die Funde stammten, könnten erst durch langwierige Vergleichsstudien annähernd beantwortet werden. Verglichen werden dabei die verschiedenen fragmentarischen Funde mit anderen Funden und Zeichnungen aus anderen, ergebnisreicheren Grabungen oder vorhandener Grundrisse anderer Kirchen. Dies wird im hessischen Amt für Denkmalpflege geschehen. Für Erwin Hahn wird sich die Aufgabe stellen, die Knochenfunde genauer zu untersuchen, um daraus eventuell Rückschlüsse ziehen zu können auf die Menschen vergangener Zeiten.
Er bedankt sich bei seinen drei vorsichtigen freiwilligen Helfern, die ihm, dank ihres idealistischen Grabungseifers eine wichtige Unterstützung waren. Christina Metzler, die jüngste der drei, sie kommt aus Aufenau, Barbara Mathes aus Fischborn und Kurt Schäfer aus Neuenhaßlau scheute auch eigene Unkosten nicht, dabei zu sein, wenn nach der Geschichte der Heimat geforscht wird.
Auch Erwin Hahn selbst, der Profi, muß doch eine gehörige Portion Idealismus besitzen, doch gibt er sich eher bescheiden. "Eine halbe Stunde Fußweg, vom Wächtersbacher Bahnhof zur Aufenauer Kirche, ist durchaus normal, wenn ein Archäologe vor Ort sein will." Wenn seine weiteren Arbeiten in einem ebensolchen Zwölfstundenrhythmus geleistet werden wie bisher, so kann sicher bald wieder von seiner Arbeit um die Aufenauer Geschichte berichtet werden. 

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In Aufenau wird die Geschichte untersucht
Mit "Ausgrabungen" an der katholischen Kirche begonnen

Quelle: Gelnhäuser Tageblatt
In der Aufenauer Katholischen Kirche soll eine neue Heizung zum Erhalt des kostbaren Altarbildes installiert werden. Einige Umbaumaßnahmen sind dafür erforderlich. Am Samstag begannen ehrenamtliche Helfer und eine Baufirma damit, die Grasnabe abzuheben, und zunächst sehr behutsam mit einem Kleinbagger weitere Erde abzuschürfen. Bereits nach kurzer Zeit wurde klar, daß sie nicht nur auf Erde und Steine stoßen würden. Erste Knochenfunde und Fundamentreste traten zutage. Somit war auch klar, daß Erwin Hahn, beauftragter Archäologe des hessischen Amtes für Denkmalschutz, nicht umsonst mit Diplom-Ingenieur Werner Volkmann angereist war.
Nach ersten Untersuchungen erläuterte Erwin Hahn, daß die gefundenen Knochenreste höchstwahrscheinlich aus Weltkriegszeiten stammten. Um die ursprüngliche Kirche vor dem Brand von 1750 waren Gräben ausgehoben worden zum Schutz der Bevölkerung vor Tieffliegerangriffen. Damit wurde ein Teil Aufenauer Geschichte unwiderbringlich aufgewühlt und durcheinandergeschüttet - ebenso wie beim Bau der Frankfurter Straße. Um diese früheren archäologischen Fehler nicht zu wiederholen, und um Teile der Aufenauer Geschichte neu zu entdecken, soll nun behutsam vorgegangen werden.
Diese Woche wird das gefundene Fundament zeichnerisch festgehalten, und man muß abwarten, in welcher Richtung das Fundament dieser vorherigen Kirche läuft, damit weitere Entscheidungen über Grabungsweise, Fundzuordnung und letztlich über den Baufortschritt getroffen werden können.

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